Hallo meine Lieben!
Bevor ich anfangen kann meinen Reisebericht zu verfassen
muss ich mich ganz doll bei euch allen entschuldigen. ES TUT MIR LEID, dass ich
meinen Blog und damit euch so vernachlässigt habe. Ehrlich! Ich hoffe ihr könnt
mir verzeihen und ich verspreche ich gebe mir ganz besonders viel Mühe mit
diesem Eintrag.
Meine letzten 4 Monate hier in Uganda sind angebrochen und
langsam aber sicher (und leider viel zu schnell) geht es auf die Heimreise zu.
Aber darum soll es jetzt nicht gehen, denn es gibt viel interessantere Sachen
zu berichten als meine verqueren Gefühlswelt.
Was ist im letzten Monat alles passiert?
Wir haben einen Hasen. Kiki Juma (Kiki = (luganda) WasWas;
Juma = Kombi aus Julia und Maggi) ist unser neuer männlicher Mitbewohner, den
wir vergöttern und pflegen und der immer gut aufpasst, dass wir abends auch
sicher nach Hause zurückkehren.
Wir hatten Besuch von Julias Eltern und einem Freund von
mir.
Wir hatten Osterferien und ich bin viel gereist und habe
viel erlebt und damit soll der eigentlich Eintrag jetzt starten:
Pünktlich vor Beginn meiner Osterferien erreicht Christian
Uganda, so dass ich schon vorzeitig am Dienstagabend in meine wohlverdienten Ferien
rutsche.
Doch Urlaub in Uganda heißt nicht Beine hochlegen und
einfach mal entspannen – NEIN – es heißt Reiseführer aufschlagen, Tasche packen
und los geht’s dieses wunderschöne Land (weiter) erkunden. Gleich Mittwoch früh
geht es also los: für Christian heißt dies die erste Bodafahrt (bei der mein
Knie gegen ein Auto gesetzt wird)
, die erste Matatufahrt und auf zum Äquator, denn wenn man schon mal so dicht dran ist darf man sich diese „Sehenswürdigkeit“ natürlich nicht entgehen lassen. Zusammen mit Julias Eltern stellen wir mit Hilfe eines Navigationsgerätes fest, dass die Uganda den Betonring nicht hundertprozentig richtig gesetzt haben – aber das Leben ist doch viel zu schön sich an solchen Kleinigkeiten aufzuhalten.
, die erste Matatufahrt und auf zum Äquator, denn wenn man schon mal so dicht dran ist darf man sich diese „Sehenswürdigkeit“ natürlich nicht entgehen lassen. Zusammen mit Julias Eltern stellen wir mit Hilfe eines Navigationsgerätes fest, dass die Uganda den Betonring nicht hundertprozentig richtig gesetzt haben – aber das Leben ist doch viel zu schön sich an solchen Kleinigkeiten aufzuhalten.
hab versucht ihn zu verschieben, aber er wollte nicht :(
Am Donnerstag schauen wir kurz auf der Arbeit vorbei (jedoch nur um Kiki vorbei zu bringen, der die Osterferien bei einer Lehrerin mit zwei Kindern verbringt), um dann aber sofort weiter zu fahren und uns mit dem Bus in den Norden nach Masindi zum Murchison Falls Nationalpark zu begeben. Ein kleines und sehr gemütliches Städtchen, in dem wir einen entspannten Nachmittag verbringen, um dann abends mit unserem Reiseführer in den Park zu fahren und 24h afrikanische Tierwelt bewundern dürfen. Sehr frühes Aufstehen (öfter gegen 5 oder 6) gehörte zu diesem Urlaub dazu, aber wenn man dann schon morgens um 7 Uhr, gleich nach dem die Sonne aufgegangen ist, mit Flusspferden belohnt wird, vergisst man die Müdigkeit schnell. Leider war das Wetter bei unserem GameDrive (mit dem Jeep durch die Gegend fahren und Tiere suchen) nicht das Beste, aber wir haben trotzdem ganz viele Tiere gesehen:
Viele verschiedene Arten von Antilopen
Elefanten
Giraffen
Büffel
Warzenschweine
Affen
Nilpferde
Krokodile
Am Nachmittag geht es dann mit einem Boot über den Nil zum
Murchison Fall, der als er entdeckt wurde als Quelle des Nils galt. Ein
gewaltiger und lauter Wasserfall, der mir eine Gänsehaut bereitet, denn das
Vibrieren des Wassers spürt man schon aus der Ferne. Das Wetter hat sich zum
Glück gewandelt und so schippern wir bei herrlichem Sonnenschein über den Nil
und ich genieße wieder einmal die Schönheit dieses Landes. In einiger
Entfernung vom Wasserfall legt das Boot an und eine kleinen Gruppe, inklusive
Christian und ich, begibt sich auf eine Wanderung nach oben zum Wasserfall. Der
Ausblick ist einfach wundervoll und dieser unglaubliche Tag geht einfach viel
zu schnell zu Ende. Oben angekommen, nach einer Dusche in der Gischt des
Wasserfalls, wartet bereits unser Fahrer und es geht zurück nach Masindi.
Leider ist der letzte Bus nach Kampala schon weg, aber zum Glück fährt am
nächsten Morgen einer um 5.30 los. Also schnell ein billiges Zimmer suchen
(10.000 UGX = 3.33€ für uns beide für eine Nacht), noch eine Kleinigkeit essen
und schlafen.
Murchison Falls National Park
Murchison Falls National Park
Warum machen wir uns solchen Stress? Weil unsere Reiseplan mehr
als gut gefüllt ist.
Wir erreichen Kampala und setzten uns sofort ins nächste
Matatu. Ein Regenwald (Mabira Forest Reserve)in der Nähe von Jinja steht auf
dem Programm. Eigentlich wollen wir zusammen mit Julia, ihren Eltern und Rike
(einer Mitfreiwilligen) dort den Tag verbringen, aber irgendwie haben die
Probleme aus Kampala wegzukommen und so machen wir uns zu zweit auf den Weg.
Viel kann und möchte ich dazu gar nicht sagen, aber die Bilder erklären
hoffentlich was ich meine. Natürlich ohne Führung erkunden wir den Wald und
verlaufen uns auch prompt, aber es ist schon lustig wenn man irgendwo an einem
von hunderttausenden Bäumen vorbeikommt und sich plötzlich sicher ist hier
schon mal gewesen zu sein. Glücklicherweise finden wir wieder heraus und gehen
zur Belohnung richtig schön Pork-Essen. OMG, wie werde ich das vermissen.
Regenwald & Pork
Regenwald & Pork
Für Samstag und Sonntag steht nun Kampala auf dem Plan, d.h.
Samstagabend in das schöne Partykleidchen schmeißen und auf geht’s. Für mich
ist es Entspannung, Spaß und Freunde treffen für Christian war es glaub ich
mehr ein Kulturschock, aber wir nutzen einfach den Sonntag um uns wieder zu
erholen.
Am Montagmorgen geht es dann los in den Osten nach Mbale zu
den Sipi Falls. Mit dem ersten Bus läuft alles reibungslos, doch als wir in
Mbale ins Matatu steigen fängt es an zu gießen und wir kurven für mindestens 30
Minuten durch die Stadt ohne weitere Mitfahrer zu finden. Im strömenden Regen
erklärt uns dann der Fahrer, dass wir doch in ein Auto umsteigen sollten. Ok?!
mit 9 Personen im Auto (2 im Kofferraum + Gepäck, 4 auf der Rückbank und 3
vorne) geht es dann los … ohne Auspuff, aber wir kommen heil und nur halb
verräuchert nach ca. 2 Stunden in Sipi an der Lacam Lodge an. Die Lodge lässt
mich alles ganz schnell wieder vergessen: ein wunderschöner Ausblick über eine
weitläufiges Tal, ein Wasserfall direkt vor der Nase, Essen im Freien und
abends im Kerzenschein! Drei Nächte verbringen wir in diesem Paradies. Thomas,
unser persönlicher Guide, führt uns zu den 4 Wasserfällen in der Umgebung,
erzählt uns von der Umgebung, der Kultur und seinem Leben. Nachmittags erfreuen uns am Ausblick, lassen
uns von der Sonne verwöhnen und genießen
die Ruhe. Unser Highlight in Sipi: 100 Meter Abseilen! Am Naturfels! Direkt
neben einem Wasserfall! Einfach unglaublich beeindruckend und ein
unbeschreibliches Gefühl.
Sipi Falls
Sipi Falls
Die Reise geht weiter und nach einem nächtlichen
Zwischenstopp in Kampala machen wir uns am Freitag auf den Weg in den Westen
nach Kabale zum Lake Bunyonyi. Wieder läuft die Busfahrt ungewöhnlich
komplikationsfrei ab. Im Matatu zum See allerdings haben wir wieder Pech. Die
Batterie ist alle und wir müssen wieder einmal mitten auf dem Weg umsteigen.
Wieder ist das Auto mehr als voll. Wieder 9 Personen, diesmal 5 auf der
Rückbank und 4 vorne. Auch eine neue Erfahrung für mich zwei Leute auf dem Fahrersitz
sitzen zu sehen. Aber: DAS IST UGANDA! Jeden Tag erlebt man etwas Neues beinahe
Unglaubliches. Endlich da, finden wir wieder mal ein wunderschönes Camp. Direkt
am See mit einem wunderschönen Blick auf die umliegenden Hügel. Erst einmal
nehmen wir ein Bad im frischen, angenehm warmen Wasser und genießen den
Sonnenuntergang und einen ruhigen Abend. Am nächsten Morgen mieten wir uns ein
kleines Holzkanu und machen uns auf eine Paddeltour. Nach anfänglichen
Schwierigkeiten mit dem lenken hat Christian den Dreh raus und wir genießen,
wie irgendwie immer in diesem Land, die Natur, die Ruhe und zum Glück auch die
Sonne, die sich leider ein bisschen zu stark auf meine Knie konzentriert (aber
mittlerweile sind sie knackig braun, statt puterrot). Der nächste Tag zeigt
leider, dass die Regenzeit beginnt und wir müssen den ganzen Tag drinnen
verbringen, denn es will einfach nicht aufhören zu regnen. Somit fällt die
Wanderung zum ViewPoint auf einem der Hügel leider ins Wasser und wir sind
gezwungen den ganzen Tag zu lesen und zu relaxen.
Lake Bunyonyi
In aller Frühe am Montagmorgen müssen wir uns auf den Rückweg bzw. auf die Weiterreise machen. Auf zu den Ssese-Inseln, der Inselgruppe im Victoria See heißt es jetzt. Eine lange Busfahrt, eine Bodafahrt durch eine völlig unbekannte Stadt, eine Matatufahrt durch unberührte Natur und eine Fährfahrt über den Victoria See bringen uns letztendlich ans Ziel. Die Fähre legt am Westende der Insel an, unser Hotel ist allerdings am Ostende. Alle Matatus sind voll und somit geht unser eigentlicher Plan nicht auf. Aber ein netter Bodafahrer fährt uns für einen unglaublich niedrigen Preis 1,5h über die Insel und bringt uns, ist es mittlerweile dunkel geworden, sicher in unser Camp. Das Hornbill Camp, ein Plätzchen direkt am Strand mit ganz eigenem Charme und irgendwie in einer ganz eigenen Welt, wird von zwei Deutschen geleitet, die ihren Traum von einem freien Leben hier verwirklichen. Hier treffen wir auf drei Mitfreiwillige (Julia, Rike und Clara) und zusammen heißt es für die nächsten Tage Sonne, Strand und Wasser genießen. Wie immer rennt die Zeit und die zwei Wochen Urlaub neigen sich dem Ende. Mit der Fähre geht es am Mittwoch zurück nach Kampala und für Christian heißt es Taschen packen und zurück ins langweilige und kalte Deutschland (ist wirklich nicht so böse gemeint wie es klingt).
Lake Bunyonyi
In aller Frühe am Montagmorgen müssen wir uns auf den Rückweg bzw. auf die Weiterreise machen. Auf zu den Ssese-Inseln, der Inselgruppe im Victoria See heißt es jetzt. Eine lange Busfahrt, eine Bodafahrt durch eine völlig unbekannte Stadt, eine Matatufahrt durch unberührte Natur und eine Fährfahrt über den Victoria See bringen uns letztendlich ans Ziel. Die Fähre legt am Westende der Insel an, unser Hotel ist allerdings am Ostende. Alle Matatus sind voll und somit geht unser eigentlicher Plan nicht auf. Aber ein netter Bodafahrer fährt uns für einen unglaublich niedrigen Preis 1,5h über die Insel und bringt uns, ist es mittlerweile dunkel geworden, sicher in unser Camp. Das Hornbill Camp, ein Plätzchen direkt am Strand mit ganz eigenem Charme und irgendwie in einer ganz eigenen Welt, wird von zwei Deutschen geleitet, die ihren Traum von einem freien Leben hier verwirklichen. Hier treffen wir auf drei Mitfreiwillige (Julia, Rike und Clara) und zusammen heißt es für die nächsten Tage Sonne, Strand und Wasser genießen. Wie immer rennt die Zeit und die zwei Wochen Urlaub neigen sich dem Ende. Mit der Fähre geht es am Mittwoch zurück nach Kampala und für Christian heißt es Taschen packen und zurück ins langweilige und kalte Deutschland (ist wirklich nicht so böse gemeint wie es klingt).
Donnerstag ist
Abflugtag. Bevor wir jedoch Kampala in Richtung Entebbe verlassen, nehmen wir
noch schnell ein bisschen Kampala- und Uganda-Feeling mit. Eine Bar namens
Indigo liegt direkt am Taxipark. Von dort aus hat man einen gigantischen Blick
auf den Taxipark, auf ein Chaos, dass nach längerem Beobachten seine Ordnung
offenbart. Ich glaube ich könnte dort Stunden verbringen.
Die restlichen Tage meines Urlaubs und das Wochenende sind
gefüllt mich aufräumen, ausruhen, Freunde treffen, feiern und vorbereiten auf
die Arbeit.
Heute liegt die erste Arbeitswoche auch schon wieder hinter
mir und langsam komme ich wieder in meinen Alltagsrhythmus.
Kiki ist zurück zu Hause.
Die nächsten Wochenenden und Ferien werden geplant, denn es
gibt noch so viel zu sehen und zu tun.
Nächstes Wochenende bekommen wir für 6 Wochen zwei weibliche
Freiwillige aus Liverpool, die mit uns zusammen arbeiten und leben werden.
Nächsten Freitag kommt mein Bruder und wird wahrscheinlich
zwei Wochen hier verbringen – Familientreffen in Uganda – schon irgendwie
verrückt.
Ich hoffe, dass ihr nun wieder ein wenig versöhnlicher auf
mich zu sprechen seid und ich hoffe ich lasse euch nicht wieder so lange auf
den nächsten Bericht warten.
Bleibt gesund und munter und genießt das Leben.
Eure Maggi
PS: Mein Rückflug ist am 23.08.2012!
Also nun hatteste schon 2 Wochen Urlaub, aber wirklich erholt bist anscheinend nicht. Das kommt davon, wenn man immer nur durch die Gegend fährt und läuft und was nicht alles. Aber ich würde es nicht anders machen. :)
AntwortenLöschenNa denn erhol dich mal schön vom Urlaub! :)