Dienstag, 6. September 2011

1. Tag: Mitten drin im Geschehen!

Nach einem langen und nicht immer ganz gemütlichen Flug mit einem Zwischenstopp in Istanbul landete ich mit den 21 anderen Freiwilligen pünktlich um 1.01 ugandischer Ortszeit (d.h. eine Stunde weiter als in Deutschland) auf dem Flughafen in Entebbe. Nach dem wir alle Dokumente ausgefüllt, alle heil durch die Passkontrolle und vollständig unsere Koffer vom Laufband auf die Gepäckwagen gehievt hatten ging es zum Ausgang. Gespannt und etwas nervös, denn nicht für alle war die Abholung klar gesichert. Doch am Ausgang warteten sowohl zwei nette Männer in Rotkreuz-Shirts als auch die Mitarbeiter der NGO´s auf uns. Unser Gepäck wurde in Autos und Kleinbusse verladen und schon ging die Fahrt in die Hauptstadt und unser neues zu Hause Kampala los. Die Straßen zu erst noch sehr gut, wunderten wir (Julia+ich) uns über den Kommentar von Florence (unsere Chefin), dass Uganda die schlechtesten Straßen der Welt habe... Aber als wir unserem Guesthouse immer näher kamen wusste wir was sie meinte. Ich werde in den nächsten Tagen ein Foto davon machen und euch hier zeigen, damit ihr verstehen könnt was ich meine. Um 4Uhr nachts vielen wir dann endlich tot müde und völlig geschafft ins Bett und konnten bis um 11Uhr ausschlafen. Nach einer erstaunlich geruhsamen Nacht, die nur durch kleinere Pausen auf Grund von Gruppen von Kindern auf dem Weg zur Schule unterbrochen wurde, genehmigte ich mir meine erste typisch afrikanische kalte Dusche. Ich glaube ich habe noch nie so schnell geduscht, sogar mit Haare waschen.
Nach dem wir uns fertigt gemacht hatten brachte uns dann Julie, eine amerikanische Freiwillige die noch eine Woche hier mit uns lebt, zu unserem neuen Arbeitsplatz dem Dawn Center. Mit dem BodaBoda (einem Motorad/Roller-Taxi) ging es über die holprige Straße hinab. Michael, der BodaBoda-Fahrer unseres Vertrauens, der uns sowohl von Julie als auch von Florence empfohlen wurde brachte uns sicher ans Ziel. Nach dem gemeinsamen Mittag essen auf dem Boden mit Matoke (Bananenbrei), Reis, Kürbis, Fleisch und einer Art Spinat, lernten wir die Einrichtung, Räumlichkeiten und Grundstück, sowei die Mitarbeiter kennen und bekamen eine Einführung von Florence, während der es zu regnen anfing. So mussten wir unseren Aufenthalt etwas verlängern und konnten schließlich mit dem Boda über aufgeweichte Standstraßen zum Garden City (einem Einkaufcenter fahren). Nach dem wir riesige Scheinmengen an Geld abgeholt hatten kaufen wir uns sowohl einen Internetstick als auch eine ugandische SIM-Card. Der Weg nach Hause auf dem Boda mit einkaufstüten war ziemlich abenteuerliche, weil es nochmal geregnet hatte und so müssten wir das letzte Stück der Straße laufen... die hoffentlich bald folgenden Fotos werden es erklären.
Zu Hause angekommen merkten wir, dass wir vergessen hatten das Fenster zu zumachen und so hieß es wischen und Matratze trocknen. Aber man überlebt alles, denn wir mussten im halbdunkeln das Chaos beseitigen, weil der Strom weg war. Anschließend konnten wir so aber unser erstes Candle-Light-Dinner genießen. Jetzt geht der Strom auch wieder. Wir haben unsere Sachen und Koffer so gut es geht in den vorhandenen Schränken und Regalen verstaut und ich kann es immer noch nicht ganz glauben.
Für den ersten Tag war das alles ganz schön viel. All die neuen Menschen und Eindrücke, die "fremde" Sprache und die Aufregung.
Ich bin müde und wünsche euch jetzt eine gute Nacht!
Bis bald eure Maggi

1 Kommentar:

  1. Liebe Maggi,

    schön, dass Du Deine Erlebnisse mit uns teilst. Wir wünschen Dir wundervolle erlebnisreiche Tage und hoffen auf rege Informationen. Denk daran den Eimer nicht voll werden zu lassen, sondern ihn vorher über uns auszuschütten. Alles Liebe Mama und Papa

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